Buchtipp: Ein Drogenproblem aus zwei familiären Blickwinkeln betrachtet Botschaften einer Mutter – das eigene Kind ist drogensüchtig. Ein Umstand, der einem ganz leicht den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Genau dieser Situation widmet sich der Autor Peter Lehner in seinem Buch „Botschaften einer Mutter“. Es erzählt die Geschichte einer Mutter, die mit der Suchterkrankung ihrer Tochter konfrontiert wird. Die Bandbreite der Gefühle, von Rat- und Fassungs-losigkeit über gegenseitige Schuldzuweisungen und Verleugnen-Wollen bis hin zum zögerlichen Annehmen der Situation, ist vielfältig. Peter Lehner schildert, wie eine betroffene Mutter versucht, mit genau dieser Situation so gut wie möglich umzugehen. Indem diese Mutter sehr tiefe Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt, bricht sie die von vielen betroffenen Eltern errichtete Mauer des Schweigens. Nicht zuletzt wegen ihres offenen und ehrlichen Umgangs mit der vorliegenden persönlichen und familiären Krisensituation gelingt es ihr, sich schrittweise eine völlig neue Sicht der Dinge zu erschließen und ihrem Leben dadurch wieder Sinn und Zuversicht zu geben. Bekenntnisse eines Vaters – Die Entstehungsgeschichte des Buches geht laut dem Autor Peter Lehner darauf zurück, dass er – nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Rückmeldungen von Lesern und Leserinnen zum ersten Buch – erkannte, dass die Betrachtungsweise der Mutter nur eine Seite der Medaille ist und es daher nahe liegt, auch die Perspektive des betroffenen Vaters näher zu beleuchten. Dieser hat aufgrund seiner ständigen beruflichen Verpflichtungen und seiner nur sehr zaghaft wahrgenommenen Vaterrolle einen gänzlich anderen Zugang zu den Vor-kommnissen rund um seine Tochter. Da er sich für zu lange Zeit fast ausschließlich seiner Arbeit und seiner persönlichen Karriere verschrieben hat, wird ihm erst durch die Drogenabhängig-keit seiner Tochter auf sehr ernüchternde Weise vor Augen geführt, dass er für seine Frau und seine Tochter nicht der erforderliche Rückhalt gewesen ist. Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, beginnt er sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und beschließt seine bisherige Prioritätensetzung zu ändern. |